Sys­tem­be­ding­te Gesundheitsgefährdung

Ein Kom­men­tar

Gesund­heit statt Profite

Obgleich das Robert-Koch-Insti­tut die „Arbeits­welt“ als einen der „Haupt­an­ste­ckungs­or­te“ in der Coro­na­pan­de­mie aus­fin­dig gemacht hat, müs­sen die aller­meis­ten lohn­ab­hän­gi­gen Men­schen ihre Arbeit in den hie­si­gen Pro­duk­ti­ons­stät­ten ver­rich­ten. Die­ser Gesund­heits­ge­fähr­dung wer­den die Lohn­ab­hän­gi­gen aus­ge­setzt, weil im famo­sen Markt­wirt­schafts­sys­tem Pro­fit vor Gesund­heit geht. Denn der Zweck die­ser eigen­tüm­li­chen Pro­duk­ti­ons­wei­se ist nicht das Wohl­erge­hen der Men­schen, son­dern die Ver­meh­rung des inves­tier­ten Unter­neh­mer­gel­des, indem die Lohn­ab­hän­gi­gen Waren und Dienst­leis­tun­gen pro­du­zie­ren (Geld-Ware-Geld›).

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Leben und Wir­ken von Fried­rich Engels in den Moti­ven eines Brief­mar­ken­sat­zes der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik aus dem Jahr 1955

Engels und Karl Marx bei der Grün­dung der Inter­na­tio­na­len Arbei­ter­as­so­zia­ti­on (auch bekannt als Ers­te Internationale)1864
Die Inter­na­tio­na­le Arbei­ter­as­so­zia­ti­on war die ers­te län­der­über­grei­fen­de revo­lu­tio­nä­re Orga­ni­sa­ti­on der Arbeiterklasse.
Engels arbei­tet gemein­sam mit Marx am Mani­fest der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei, der „Geburts­ur­kun­de“ des wis­sen­schaft­li­chen Sozia­lis­mus. Es wur­de in mehr als 100 Spra­chen über­setzt und 2013 in das Doku­men­ten­er­be der UNESCO aufgenommen.
In den Revo­lu­ti­ons­jah­ren 1848/49 erscheint in Köln die Neue Rhei­ni­sche Zei­tung (im Unter­ti­tel „Organ der Demo­kra­tie“). Engels und Marx prä­gen die Zei­tung maß­geb­lich als Redak­teu­re. In ihren Arti­keln tre­ten sich für eine ein­heit­li­che demo­kra­ti­sche Repu­blik in Deutsch­land ein.
Engels in spä­te­ren Jahren
der jun­ge Engels
Die Revo­lu­ti­on war für Engels kei­ne aus­schließ­lich theo­re­ti­sche Ange­le­gen­heit. 1848/49 nahm er auch an den bewaff­ne­ten Kämp­fen teil. Die dort gewon­ne­nen Erfah­run­gen flos­sen in sei­ne Tätig­keit als Mili­tär­theo­re­ti­ker ein.

„Die Gru­ben in des Vol­kes Hand!“

Klas­sen­kämp­fe im Ruhr­ge­biet nach der Befrei­ung vom Faschismus

„Die Berg­ar­bei­ter wis­sen, dass der Berg­bau­ver­ein, die Thys­sen, Klöck­ner, Krupp und alle Aktio­nä­re die Geld­ge­ber der NSDAP waren. Die Berg­ar­bei­ter wis­sen, dass die­se deut­schen Gru­ben­ba­ro­ne mit der Ruhr­koh­le zwei Welt­krie­ge vor­be­rei­tet und geführt haben. Die deut­schen Koh­le­ba­ro­ne sind Kriegs­ver­bre­cher. Um einen neu­en Krieg zu ver­hin­dern, ver­lan­gen die Berg­ar­bei­ter die Über­füh­rung der Schacht­an­la­gen in die Hän­de der Pro­vin­zi­al­re­gie­rung.“ Die­se Erklä­rung war die Richt­schnur der Betriebs­rä­te aller Schacht­an­la­gen des Ruhr­ge­bie­tes auf ihrer Kon­fe­renz am 14. Novem­ber 1945 in Bochum.

Die Arbei­ter­klas­se des Ruhr­ge­bie­tes schick­te sich an, ihr Gewicht zur Gestal­tung eines anti­fa­schis­ti­schen und demo­kra­ti­schen Deutsch­lands in die Waag­scha­le zu wer­fen. Hier­bei wuss­te sie die KPD, aber auch gro­ße Tei­le sozi­al­de­mo­kra­ti­scher und christ­li­cher Kräf­te an ihrer Sei­te. Zudem hat­te die damals in Deutsch­land höchs­te Auto­ri­tät, die Gemein­schaft der Sie­ger­mäch­te, mit dem Pots­da­mer Abkom­men die Dezen­tra­li­sie­rung der deut­schen Wirt­schaft zum Gebot der Stun­de erklärt. Man hat­te in West und Ost die deut­schen Mono­po­le als Motor und Nutz­nie­ßer des Faschis­mus erkannt. Die Werk­tä­ti­gen des Ruhr­ge­bie­tes konn­ten zunächst also hof­fen, dass ihr Begeh­ren mit den deutsch­land­po­li­ti­schen Vor­stel­lun­gen der USA, Groß­bri­tan­ni­ens, Frank­reichs und der UdSSR im Ein­klang ste­hen wür­de. In den Jah­ren 1946 und 1947 kam es in den Städ­ten an der Ruhr und in Düs­sel­dorf zu Streiks, an denen sich tau­sen­de von Arbei­tern betei­lig­ten. Es wur­den For­de­run­gen nach bes­se­ren Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen eben­so erho­ben wie nach höhe­ren Löh­nen und der Sozia­li­sie­rung der Koh­le- und Stahl­in­dus­trie. Ein Höhe­punkt war der Gene­ral­streik am 12. Novem­ber 1948 in der bri­ti­schen und ame­ri­ka­ni­schen Besatzungszone.

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Zum 200. Geburts­tag von Fried­rich Engels

Ein Leser­brief aus dem Rhein-Kreis Neuss

Der 28. Novem­ber 2020 ist für die Ver­tre­ter der Welt­an­schau­ung des Mar­xis­mus-Leni­nis­mus und
alle fort­schritt­li­chen Men­schen ein beson­de­rer Höhe­punkt: Der 200. Geburts­tag von Fried­rich Engels, gebo­ren in dem heu­te zu Wup­per­tal gehö­ren­den Bar­men.
Die­ses Jubi­lä­um soll­te Anlass sein, erneut die Wer­ke von Engels zur Hand zu neh­men.
Für die Ent­wick­lung mei­ner welt­an­schau­lich-poli­ti­schen Posi­ti­on hat­te und hat das Werk von Engels: „Lud­wig Feu­er­bach und der Aus­gang der klas­si­schen deut­schen Phi­lo­so­phie“ (Marx-Engels-Wer­ke Bd. 21, S. 259 – 307 oder Aus­ge­wähl­te Schrif­ten in zwei Bän­den Bd. II, S. 333 – 375) beson­de­res Gewicht. Des­halb will ich dazu eini­ge Gedan­ken äußern.

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Fäl­scher im Diens­te kom­men­der Aggression

Erklä­rung des EU Par­la­ments zum zwei­ten Weltkriegs

2020 wur­de der 75. Jah­res­tag des Endes des Zwei­ten Welt­krie­ges began­gen. Die Fort­schritts­par­tei des werk­tä­ti­gen Vol­kes Zyperns (AKEL) hat sich zu die­sem Anlass an befreun­de­te Par­tei­en gewandt mit der Bit­te, ihr Arti­kel zukom­men zu las­sen, die den Ver­lauf und die heu­ti­ge Bewer­tung die­ses Krie­ges aus mar­xis­ti­scher Sicht beleuch­ten. Die DKP ist die­sem Ersu­chen nach­ge­kom­men. Der nach­fol­gen­de Text wird im theo­re­ti­schen Organ der AKEL veröffentlicht.

„Den rus­si­schen Kom­mu­nis­mus auf die glei­che mora­li­sche Ebe­ne mit dem Nazi­fa­schis­mus zu stel­len, weil bei­de tota­li­tär sind, ist bes­ten­falls ober­fläch­lich, im schlimms­ten Fall ist es Faschis­mus. Wer auf die­ser Gleich­heit besteht, kann kein Demo­krat sein; in Wahr­heit und in sei­nem Her­zen ist er bereits Faschist und wird den Faschis­mus sicher­lich mit Unauf­rich­tig­keit und zum Schein bekämp­fen, aber mit völ­li­gem Hass nur den Kommunismus.“

Tho­mas Mann (Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger, bür­ger­li­cher Demo­krat und Antifaschist)
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Chi­nas Kampf gegen Corona

Fak­ten gegen Hetze

Die Volks­re­pu­blik Chi­na hat im Kampf gegen die Coro­na-Pan­de­mie Beein­dru­cken­des geleis­tet und der Welt vor Augen geführt, wozu ein Gesund­heits­sys­tem unter nicht kapi­ta­lis­ti­schen Bedin­gun­gen in der Lage ist. Gleich­wohl muss sich das Land gegen eine Flut absur­der und ver­leum­de­ri­scher Angrif­fe zur Wehr set­zen: Chi­na habe durch schwers­te Ver­säum­nis­se die inter­na­tio­na­le Aus­brei­tung des Virus erst mög­lich gemacht oder habe die­sen in bös­wil­li­ger Absicht gar erschaf­fen. Vor allem US-Prä­si­dent Trump ist hier offen­bar nichts zu dumm, um sei­nen anti-chi­ne­si­schen Pro­pa­gan­da-Zir­kus in Gang zu halten.

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Pro­fit vor Mensch

Land­rat Petrausch­ke im Abwehr­kampf gegen die Coronapandemie

Man sol­le zwar kei­ne Freun­de oder Ver­wand­ten besu­chen, aber drin­gend die Woh­nung ver­las­sen, um zur Arbeit zu gehen. Ver­kün­det wer­den die­se sich wider­spre­chen­den Ver­hal­tens­re­geln, an die man sich wäh­rend der Coro­na­pan­de­mie zu hal­ten habe, von Hans-Jür­gen Petrausch­ke, dem christ­de­mo­kra­ti­schen Land­rat des Rhein-Krei­ses Neuss, und zwar in der Online-Aus­ga­be des Anzei­gen­blat­tes „Stadt-Kurier“ vom 28. Mai 2020.

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„Hygie­ne­de­mos“ und Verschwörungsmythen

Bizar­re Coronarebellen

„Ich tra­ge die­se Mas­ke nicht frei­wil­lig, ich wer­de dazu gezwun­gen.“ T‑Shirts mit die­sem Auf­druck, die bei der „Hygie­ne­de­mo“ auf dem Cann­stat­ter Wasen am 16. Mai häu­fig zu sehen sind, signa­li­sie­ren wut­bür­ger­li­ches Unbe­ha­gen. Die Wut der auf­müp­fi­gen Staats­bür­ger rich­tet sich gegen die Mer­kel-Regie­rung, die „rei­ne Panik­ma­che“ betrei­be, wodurch sie eine „Coro­na-Hys­te­rie“ ent­facht habe. Da das Coro­na-Virus „nicht so schlimm“ sei, müs­se die Regie­rung der Frau Mer­kel einen schlim­men Plan ver­fol­gen. Sie wol­le „uns für dumm ver­kau­fen“; hin­ter ihren Coro­na-Maß­nah­men ste­cke „viel­leicht etwas ande­res“. (ZEIT-ONLINE, 17. 5. 2020)

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