Immer erkämpft, nie­mals geschenkt

(Fotos: r-mediabase & UZ-Archiv)

Der Inter­na­tio­na­le Frau­en­tag ist ein Kampf­tag: Für Hei­zung, Brot und Frie­den – und die Rosen dazu

Egal wo man gera­de hin­guckt, es sieht düs­ter aus. Gera­de für Frau­en. Unter dem US-Prä­si­den­ten Donald Trump soll das Recht auf Schwan­ger­schafts­ab­bruch end­gül­tig fal­len, mit Bil­li­gung der USA lässt Ben­ja­min Netan­ja­hu in Gaza stil­len­de Müt­ter und ihre Kin­der ver­hun­gern. Und auch hier­zu­lan­de wer­den die Angrif­fe im Namen der Kriegs­trei­be­rei immer unver­blüm­ter: Die Wehr­pflicht soll nach Wil­len der CSU noch in die­sem Jahr wie­der ein­ge­führt wer­den, der sich auch wie­der zu Wort mel­den­de Ex-Poli­ti­ker Joseph Fischer (Grü­ne) for­dert sie gar „für bei­de Geschlech­ter. Ohne die­sen Schritt wer­den wir beim Schutz Euro­pas nicht vorankommen.“

Aber Frau­en sol­len nicht nur (auch gegen ihren Wil­len) die Kin­der für künf­ti­ge Krie­ge gebä­ren und sich selbst in die­sen Krie­gen meu­cheln las­sen. Zah­len sol­len sie dafür auch. Nicht nur mit zu gerin­gen Löh­nen in Kita, Kran­ken­haus und Co., son­dern auch durch Sozialabbau.

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Bes­ser schweigen

Schon kurz nach dem Anschlag auf eine ver.di-Streikkundgebung am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag in Mün­chen ent­brann­te der Kampf um die Deu­tungs­ho­heit. Der Täter, ein 24-jäh­ri­ger Afgha­ne, sei aus­rei­se­pflich­tig gewe­sen und auf­grund von Laden­dieb­stäh­len und Betäu­bungs­mit­tel­de­lik­ten poli­zei­lich bekannt, erzähl­te Bay­erns Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann (CSU). Die­se Falsch­in­for­ma­tio­nen wur­den durch die gesam­te Repu­blik gejagt, wäh­rend die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung der 39 ver­letz­ten Opfer des Anschlags anlief.

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Kann man das abwählen?

Kriegs­trei­ber reden gern von Demo­kra­tie – doch bei Rake­ten hat das Volk nichts zu sagen

Am Ende gab es sogar Lob von der Poli­zei. Die rund 24.000 Men­schen, die am ver­gan­ge­nen Sams­tag dem Auf­ruf von „Omas gegen Rechts“ gefolgt waren, um in Han­no­ver gegen die AfD zu demons­trie­ren, sei­en alle der „bür­ger­li­chen Mit­te“ zuzu­rech­nen gewesen.

Was woll­te man auch ande­res erwar­ten? Haupt­red­ner war Kriegs­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us (SPD), in Nie­der­sach­sen schon zu sei­ner Zeit als Innen­mi­nis­ter und „roter She­riff“ beliebt. Mehr Mit­te geht nicht. Auf der Kund­ge­bung ging Pis­to­ri­us in die Vol­len, sprach mit Blick auf das gemein­sa­me Abstim­men von CDU und AfD von einem „Tabu­bruch“ und rief die Mas­sen dazu auf, jeden Tag für die Demo­kra­tie einzutreten.

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