Staats­ge­wal­ten­kon­kur­renz

Wie die west­li­chen Staats­ge­wal­ten mit der rus­si­schen Kon­kur­renz umgehen.

Aller­lei rus­so­pho­be Staats­frau­en und Staats­män­ner des Wes­tens rau­nen auf­ge­regt, Wla­di­mir Putin sei die Inkar­na­ti­on des Bösen, eine Aus­ge­burt der Höl­le gar, die einen bru­ta­len Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne füh­ren las­se. Wer immer­zu so zor­nig zetert, der will nicht über die mate­ri­el­len Ursa­chen des Ukrai­ne-Krie­ges reden. Statt­des­sen mora­li­siert er die Staats­ge­wal­ten­kon­kur­renz, indem er sie in einen Kampf des guten Wes­tens gegen das böse Russ­land verwandelt.

Beim Kampf gegen das Böse kommt es aller­dings zwi­schen den NATO-Staats­ge­wal­ten zu Dif­fe­ren­zen. Die US-Staats­ge­walt unter der Lei­tung ihres Anfüh­rers Donald Trump akzep­tiert anschei­nend die Sicher­heits­in­ter­es­sen der rus­si­schen Staats­ge­walt, die mit­tels des Ukrai­ne-Krie­ges einen mili­tä­risch abge­si­cher­ten Gegen­schlag wider die Nato-Ost­ex­pan­si­on führt. Der US-Staats­ap­pa­rat als ideel­ler Gesamt­ka­pi­ta­list gibt sich mit der öko­no­mi­schen Indienst­nah­me der Ukrai­ne mit­samt ihren Insas­sen zufrie­den. Denn sie kal­ku­liert damit, dass die rus­si­schen Streit­kräf­te die zweit­mäch­tigs­ten der Welt sind. Hin­zu kommt, dass Russ­lands Rubel-Kapi­ta­lis­mus es ver­mocht hat, zum zweit­größ­ten und zugleich zweit­blu­tigs­ten Waf­fen­ex­por­teur auf den Märk­ten die­ser Welt zu wer­den. Ange­sichts die­ser Fak­ten­la­ge müs­se mit Russ­land „stra­te­gi­sche Sta­bi­li­tät“ her­ge­stellt wer­den, lässt die US-Staats­ge­walt wissen,

Hin­ge­gen wol­len die EU-Staats­ge­wal­ten Deutsch­land und Frank­reich mit Groß­bri­tan­ni­en die Ukrai­ne zum Auf­marsch­ge­biet gegen Putins böses Russ­land machen. Zu die­sem Zweck wird Deutsch­land unter dem Kom­man­do der Kriegs­her­ren Merz (CDU) und Pis­to­ri­us (SPD) der­zeit kriegs­tüch­tig gemacht. Dage­gen muss ein­ge­grif­fen wer­den, indem der Frie­dens­kampf als Form des Her­an­kom­mens an die anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Revo­lu­ti­on geführt wird. Denn der Ukrai­ne­krieg ist ein geo­po­li­ti­scher Kon­flikt, in dem es nicht um das Wohl­erge­hen der Insas­sen des ukrai­ni­schen Staa­tes, son­dern um die Ver­bes­se­rung der Geschäfts­be­din­gun­gen fürs jewei­li­ge Kapi­tal geht.

Zur Beschaf­fen­heit des Ukrai­ne-Krie­ges führt die DKP in ihrem Beschluss des 24. Par­tei­ta­ges im Jah­re 2022 aus, dass es sich in die­sem „Stell­ver­tre­ter­krieg“ um Ein­fluss­sphä­ren, Markt­an­tei­le, Roh­stof­fe, Ener­gie­plä­ne und Trans­port­we­ge dre­he, und zwar gegen „Russ­land als Kon­kur­ren­ten“ (und « Chi­na als sys­te­mi­schen Gegner“).

Unter­des­sen ver­weist der Fakt, dass Russ­lands Streit­kräf­te bei ihrer „spe­zi­el­len Mili­tär­ope­ra­ti­on“ bis­her ca. 13.000 ukrai­ni­sche Zivi­lis­ten getö­tet haben, dar­auf, dass die kapi­ta­lis­ti­sche Staa­ten­kon­kur­renz abge­schafft gehört, damit ein gutes Leben für alle Erden­be­woh­ner mög­lich wird!

Franz Anger

Her­vor­ra­gen­de Diens­te bei unse­rer Agi­ta­ti­on und Pro­pa­gan­da gegen den Krieg leis­tet die neue DKP-Bil­dungs­zei­tung „Der Mili­ta­ris­mus der BRD und der Kampf um den Frie­den“, in wel­cher der Zusam­men­hang zwi­schen der kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­wei­se und den kapi­ta­lis­ti­schen Krie­gen dar­ge­legt wird.

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